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Wissenswertes
zu Solarthermie

 

Was ist Solarthermie?

Solarthermie ist die Umwandlung der solaren Einstrahlung in Wärme. In der Solartechnik wird dieser Effekt zur direkten Erwärmung von Räumen, sowie zur indirekten Erwärmung von Räumen, Trinkwasser, Trocknung von Lebensmitteln usw. über thermische Solaranlagen verwendet.
 

Wie funktioniert eine thermische Solaranlage?

Herzstück einer thermischen Solaranlage ist der Kollektor. Ein Flachkollektor, die am weitesten verbreitete Bauform eines Kollektors, besteht aus einem selektiv beschichteten Absorber, der zur Absorption („Aufnahme") der einfallenden Sonnenstrahlung und ihrer Umwandlung in Wärme dient. Zur Minimierung von thermischen Verlusten wird dieser Absorber in einen wärmegedämmten Kasten mit transparenter Abdeckung (meistens Glas) eingebettet.

Der Absorber wird von einer Wärmeträgerflüssigkeit (üblicherweise ein Gemisch aus Wasser und ökologisch unbedenklichem Frostschutzmittel) durchströmt, die zwischen Kollektor und Warmwasserspeicher zirkuliert. Thermische Solaranlagen werden über einen Solarregler in Betrieb genommen. Sobald die Temperatur am Kollektor die Temperatur im Speicher um einige Grad übersteigt, schaltet die Regelung die Solarkreis-Umwälzpumpe ein und die Wärmeträgerflüssigkeit transportiert die im Kollektor aufgenommene Wärme in den Warmwasserspeicher.

Die konventionelle Heizung gewährleistet über den Ladekreis, dass auch dann ausreichend warmes Wasser zur Verfügung steht, wenn die Solaranlage keine oder zu wenig Nutzenergie liefert. Solaranlagen lassen sich problemlos in die Gebäudetechnik integrieren. Damit ergänzt eine moderne thermische Solaranlage, die mit mindestens 20 Jahren die Lebensdauer eines Heizkessels übertrifft, die konventionelle Heiztechnik ideal.
 

Sind thermische Solaranlagen nicht zu teuer?

Häufig wird gegen den Einsatz von thermischen Solaranlagen das Argument der Unwirtschaftlichkeit vorgebracht. Das gipfelt nicht selten in einer pauschalen Ablehnung erneuerbarer Energien. Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Ihr alter Öl-Heizkessel aus den 70er Jahren noch wirtschaftlich arbeitet? Ausserdem darf nicht vergessen werden, dass Solaranlagen einen wichtigen Beitrag zu einem umweltschonenden Energieeinsatz darstellen.

Die “relativ günstigen” Energiepreise der konventionellen Energieträger verschleiern das Bild. Die durch ihren Gebrauch verursachten Folgekosten für Umwelt- und Gesundheitsschäden (sogenannte „externe Kosten") müssen von der Allgemeinheit getragen werden und sind nicht im Preis enthalten. Zu berücksichtigen ist auch, dass die konventionellen Energiepreise angesichts sich verknappender Ressourcen in absehbarer Zukunft erheblich steigen werden. Allein in den letzten Jahren stieg der Preis für Heizöl und Erdgas im Schnitt um 23% jährlich.

Die Sonne dagegen liefert ihre Energie kostenlos. Die auf den ersten Blick relativ hohen Anfangsinvestitionen können das Bild vermitteln, die Anlagen seien generell sehr teuer. Aber vom Zeitpunkt der Anlageninstallation an entstehen, ausser sehr geringen Kosten für Wartung und Pumpenstrom, keine weiteren Betriebskosten mehr.

Wer heute in eine Solaranlage investiert, investiert also in die Zukunft.

 

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